Aktuelle Seite: StartBerufsfelderTierpflegeBerufsbild Tierpfleger/-in

Berufsbild Tierpfleger/-in


image01 image015

Tierpfleger/-innen betreuen Haus-, Zoo- und Versuchs­tiere; teilweise sind sie auch für die Aufzucht der Tiere zuständig.


Allgemeine Anforderungen an Tierpfleger

In der Verordnung über die Berufsausbildung zum Tierpfleger (Weblink) werden die Mindestanforderungen in Bezug auf Kenntnisse und Fertigkeiten eines Tierpflegers genannt. Dazu gehören:

  • Systematik, Anatomie, Physiologie und Verhalten von Tieren
  • Pflegen, Halten und Versorgen von Tieren
  • Transportieren von Tieren
  • Einrichten, Reinigen, Desinfizieren und Instandhalten von Tierunterkünften,
  • Erkennen von Krankheiten, Schutz der Tiergesundheit
  • Mitwirken bei Behandlungen und Eingriffen
  • Lagern, Zubereiten, Verwenden von Futter und Einstreu
  • Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz bei der Arbeit
  • Berufsspezifische Regelungen und Arbeitsorganisation
  • Kommunikation und Information

Tätigkeitsbereiche

Der Beruf des Tierpflegers / der Tierpflegerin ist in drei spezialisierte Tätigkeitsbereiche  unterteilt: Dementsprechend findet auch die Ausbildung in einer von drei Fachrichtungen statt:


Besondere Kompetenzen von Tierpflegern in der Fachrichtung Forschung und Klinik

  • Diagnostik bei Tieren
  • Haltung, Pflege und Zucht von hygienisch und genetisch definierten Tieren
  • Qualitäts- und Hygienemanagement
  • Prozessbezogene Arbeitstechniken


Besondere Kompetenzen von Tierpflegern in der Fachrichtung Tierheim und Tierpension

  • Pflegen, Halten und Versorgen von Tieren in Tierheimen und Tierpensionen
  • Erziehen von Hunden
  • Kunden- und Besucherbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit
  • Verwaltung und kaufmännische Grundlagen


Besondere Kompetenzen von Tierpflegern in der Fachrichtung Zoo

  • Bestimmen, Pflegen und Züchten von Wildtieren und Haustieren gefährdeter Rassen
  • Betreuen von Wildtieren und Haustieren gefährdeter Rassen
  • Ausgestalten und Instandhalten zoospezifischer Anlagen
  • Besucherbetreuung

Kommentar:

„Der Beruf des Tierpflegers (Fachrichtung Zootierpflege) - so die offizielle Bezeichnung - fordert die umfassende Kenntnis über in Tiergärten gehaltene Wildtierarten und deren Haustierformen. Das ist ein Vielfaches von dem, was Tierpfleger in den landwirtschaftlichen Berufszweigen an Rassen zu überschauen haben.

Ein Zootierpfleger muss neben der Grobsystematik des Tierreiches die verwandtschaftliche Stellung ausgewählter Tierarten zueinander beherrschen, über ihre charakteristischen Merkmale genauso Bescheid wissen, wie über Lebensweise und -raum, Vorkommensgebiet, Ernährung und Fortpflanzung in der Wildbahn.

Ein Zootierpfleger hat außerdem die Anforderungen an die Haltung von Zootieren zu kennen und sie pflegetechnisch umzusetzen, das heißt, er muss in der Lage sein, die ihm anvertrauten Pfleglinge art- und tiergerecht zu betreuen. Das gilt auch für Nahrungs- und andere Spezialisten der Tierwelt, sofern sie zu den Tierbeständen zoologischer Gärten gehören. Erfahrene Zootierpfleger vermögen selbst ihnen unbekannte Tiere nach Beurteilung des Erscheinungsbildes, markanter körperlicher Merkmale und in Kenntnis des Herkunftsgebietes, zumindest für eine Übergangszeit, ordnungsgemäß zu betreuen.“
Diether Zscheile, ehem. Zoodirektor

 


Wichtiger Hinweis für Interessierte

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag, den Sie mit einem Ausbildungsbetrieb schließen. Die Lehrstelle müssen Sie sich selbst suchen – sie wird nicht von der Berufsschule vermittelt.


Siehe auch:


Weblinks: