Gedicht

von Tobias Hamann

 

t-hEine trübe kaltfeuchte Wagenspur,

das ist die herbstliche Natur.

Sie hat geleuchtet, geduftet und trug ihre Früchte.

Nun ausgeglichen hat sie von kämpfen und wachsen genug.

Scheint´s nicht, als wäre alles Betrug, was ihr entwichen

Das Händesinken in den Schoß,

das Zweifeln am eigenen, an allem groß.

Das Unbunte und Leise, das ist schön,

wenn es wieder jung beginnen kann,

dass Erinnerung es nicht klein machte, sondern weise.

Ein Nebel schweift über das Blätterbraun,

das zwischen den Bäumen den Boden bedeckt.

Wenn ihr euren Herbst entdeckt,

dann seid darüber nicht traurig, ihr Frauen.

 

Zum Seitenanfang