Reisebericht

von Tobias Hamann

 

t-hIch hatte die Gelegenheit, als Backpacker für zwölf Monate durch Australien zu reisen.

Ich machte mich auf den Weg zum Flughafen, nur mit einem Rucksack im Gepäck. Nach zahlreichen Tränen der Verabschiedung von meiner Familie setzte ich mich in das Flugzeug, was mich zunächst einmal nach Bangkok brachte. Ich war total aufgeregt auf das „Neue und selbständige Leben“. Mir gingen 1000 Fragen durch den Kopf, wie werden die lebenden Menschen dort ticken? Werde ich Anschluss finden?

Von Bangkok aus ging es dann mit einer Boeing 747 nach Melbourne. Ich war total müde wie ich in Melbourne ankam. Durch die Zeitverschiebung hatte ich einen starken Jetlag. Ich checkte in mein Hotel ein, nach langem Suchen!!

Wie ich meine Zimmertür öffnete, war ich erst einmal erschrocken darüber, dass ich mir so einen kleinen Raum mit acht anderen fremden Menschen teilen musste. Zunächst einmal musste ich diesen Jetlag aus meinem Körper kriegen und schlief 20 Stunden. Danach ging es los, ich überwand meine Schüchternheit und fing mit meinem noch gebrochenen Englisch an, mit meinem Zimmernachbarn zu sprechen.

Schnell freundete ich mich mit Jack aus London an, der mir erst einmal Melbourne ein bisschen zeigte. Wir gingen viel feiern und hatten Spaß. Nach einem Monat, der super schnell verging und die ersparte Kohle langsam knapp wurde, ging ich auf Jobsuche. Da Melbourne eine sehr beliebte Stadt ist und es viel Backpacker gab, war die Jobsuche dort nicht erfolgreich. Nach einem weiteren Monat fand ich endlich einen Job. Mich zog es für diesen Job in den Süden nach Adelaide.

Dort fing ich an, Weintrauben zu picken. Dort lebte ich auf einem Campingplatz und schloss mich schnell einer sehr lustigen Gruppe an. Sie war gut durchmischt mit Deutschen, Franzosen, Iren und Chinesen. Nach 3 Monaten harter Arbeit bei schweißtreibenden 50° in der Sonne, planten die Gruppe und ich einen Roadtrip nach Norden die Süd/Westküste entlang. Wir hielten in vielen Städten, guckten uns viele Parks und Aussichtsmöglichkeiten an.

Wir musizierten viel, tranken und tanzten bei klaren Nächten mit einem Sternhimmel am Lagerfeuer (so was habe ich noch nie gesehen). Mein größtes Erlebnis bei diesem Roadtrip war das Surfen mit einem Delphin. Es geschah in Margord River, einem sehr bekannten Surferort, wo ich eine Welle geritten bin und neben mir ein Delphin die gleiche Welle ritt. Es war unglaublich!

Nach einer langen Reise über 18000 km kamen wir in Darwin an, wo ich auch mein erstes Krokodil in freier Wildbahn sah. Ich lernte die ersten Aborigines kennen und musste leider das Vorurteil aus Berichten anderer Backpacker bestätigen. Viele sind Alkoholiker, ich glaube 80% der Aborigines, und sie wollen sich nicht in die Gesellschaft mit einbringen. Ist ja auch ihr Recht, schließlich war es mal ihr Land. In Darwin fand ich auch leider keinen Job und das viele erarbeitete Geld schmolz von Tag zu Tag.

Ich beschloss nach Cairns zu fliegen und fand dort „mein Zuhause“. Ich fand in Dimbulah einen supernetten Farmer in einem Pub, der mir sofort ein Job-Angebot unterbreitete. Ich lernte wieder eine supernette Gruppe kennen, mit der ich die nächsten 6 Monate zusammen arbeitete. Nach den 6 Monaten entschied ich, nach Sidney zu fliegen, um dort Sylvester und meine festliche Zeit zu verbringen. Ich lernte superviele freundliche Australier und Backpacker kennen und hatte einen Blick in die verschiedenen Kulturen. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gemacht habe und bin mir sicher, dass ich zurückkehre.

 

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