Norwegen 2026
- vor 10 Stunden
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Vegan, Vegetarisch, regional kaufen, Kleidung nur noch Secondhand? Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind Themen die uns in vielen Lebensbereichen begleiten und wo es stets um gemeinsame Optimierung geht. An der Peter-Lennè Schule wird bereits viel darauf geachtet Nachhaltigkeit vertieft zu behandeln und gerade in den Ausbildungsberufen weiterzugeben, um vielleicht auch immer nachhaltigere Betriebe zu schaffen. Jedoch gibt es stets Potenzial nach oben und gerade in Deutschland geht es in vielen Bereichen im Thema Nachhaltigkeit im Moment eher wieder bergab.
Schaut man sich in Europa nach nachhaltigen Ländern um, ist gerade Norwegen ein Vorreiter. Mit Zukunftsorientierter Technik wird dort in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens aber auch in Betrieben auf Umweltfreundlichkeit geachtet. Aber was genau wird dort noch besser beziehungsweise anders gemacht als bei uns in Deutschland? Ist alles nur Greenwashing oder können wir wirklich noch viel von den Norweger:innen lernen? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, kritisch zu hinterfragen aber auch dazu zulernen, sind 23 Schüler:innen und 3 Lehrer:innen eine Reise in das Land der Lachse und Fjorde angetreten.
Nach einigen Vortreffen um Absprachen zu treffen, Aufgaben zu verteilen und sich kennzulernen ging es dann am 30.05 los. Bis zum 7.06 sollte die Reise gehen, mit fünf Tagen auf einem Familiencampingplatz in Kolvereid und 2 Tagen in Trondheim war der grobe Plan gefasst.
Vor Ort wurden sich Lachsfarmen, Lachsschlachtereien und ein Lachsmuseum angeschaut, was bei vielen Schüler:innen für ein Umdenken in ihrem Konsumverhalten von tierischen Produkten führte. Auch besuchten wir eine Werft und ein Recycelingunternehmen, letzteres spezialisiert auf Fischfarmen. Dort konnten wir auch einen Einblick in moderne Recyclingtechniken bekommen.
Ebenfalls der Austausch mit Einheimischen Personen durfte nicht zu kurz kommen, weshalb auch ein Besuch in unserer norwegischen Partnerschule angesetzt wurde. Dort haben wir einen Baum gepflanzt und uns mit den Schüler:innen über Lebensrealitäten, Bezug zur Nachhaltigkeit und vieles mehr ausgetauscht.
Neben dem ernsten und lehrreichen Programm gab es aber auch viele spaßige Aktivitäten wie Kajak fahren, Wandern gehen, Freizeit zum Vintage shoppen und abendliche Kartenspielrunden.
Rückblickend kann man sagen das wir die Fragen uns auf jeden Fall grob beantworten konnten, viel zur Nachhaltigkeit dazugelernt haben und auch viel kritisch hinterfragt haben. Es hat deutlich gezeigt, dass selbst ein Land wie Norwegen noch viel verbessern kann und das es im Kapitalismus schwierig ist wirklich nachhaltig zu sein, ob privat oder in einem Betrieb. Deshalb ist Bildung in diesem Bereich so wichtig und die Möglichkeit diese Reise zu machen darf nicht wegfallen.
Dies hat uns den Raum gegeben auch eigene Routinen zu überdenken und vielleicht umzustellen.
Meiner Meinung nach war es die beste Bildungsreise die ich je mitgemacht habe, nicht nur konnte ich viel dazu lernen und bestehende Werte vertiefen, auch war es sehr gruppenbildend und es sind viele neue Freundschaften entstanden.

Text: Anna Böhme 241
















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